7. November 2022
Kündigung

Aldi schließt Kaffeerösterei | Kostenlose Prüfung vom Fachanwalt

Aldi Süd und Aldi Nord schließen ihre Kaffeeröstereien im Jahr 2023 an den Standorten Mülheim an der Ruhr und Herten.

Sie arbeiten bei Aldi und fragen sich, welche Rechte Sie als Arbeitnehmer bei einer Betriebsschließung haben, was Sie gegen eine betriebsbedingte Kündigung tun können und welche Abfindung Ihnen zusteht?

Oftmals sind betriebsbedingte Kündigungen rechtlich angreifbar und Abfindungsangebote im Zusammenhang mit Aufhebungsverträgen zu niedrig angesetzt. Unsere Anwälte beraten Sie und helfen Ihnen gerne“, erklärt Fachanwalt für Arbeitsrecht Patrick Balduin, Partner der bundesweit tätigen Arbeitsrechtskanzlei Balduin & Partner.

Aldi Schließungen auf den Punkt gebracht:

  • Aldi Nord wie Aldi Süd schließen 2023 ihre Kaffeeröstereien in Mülheim an der Ruhr und Herten
  • Begründet werden die Betriebsschließungen jeweils mit fehlender Wettbewerbsfähigkeit der beiden Standorte
  • Zahlreiche Arbeitsplätze in der Region an Rhein und Ruhr sind von den Schließungen bedroht
  • Obwohl jedenfalls Aldi Süd erklärte, man wolle faire Lösungen finden, ist nicht davon auszugehen, dass diese voll und ganz den Interessen der Beschäftigten entsprechen werden
  • Ob es Abfindungen geben wird, ist der Öffentlichkeit noch nicht bekannt. Es ist aber damit zu rechnen, dass bei Aldi individuelle Abfindungsangebote im Rahmen von Aufhebungsverträgen unterbreitet werden
  • Solche Abfindungsangebote von Arbeitgebern sind aber regelmäßig zu niedrig kalkuliert. Lassen Sie daher Ihr Angebot kostenfrei von uns prüfen
  • Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten sind zu prüfen
  • Im Falle der Betriebsschließungen bei Aldi sind auch betriebsbedingte Kündigungen denkbar. Solche unterliegen häufig Fehlern, sodass sie rechtlich angreifbar sind
  • Vor allem müsste Aldi im Rahmen betriebsbedingter Kündigungen die Betriebszugehörigkeit der jeweiligen Arbeitnehmer berücksichtigen. Je länger diese ist, desto länger ist die Kündigungsfrist
  • Falls Sie eine betriebsbedingte Kündigung oder einen Aufhebungsvertrag beziehungsweise ein Abfindungsangebot bekommen, sollten Sie sich anwaltlich beraten lassen
  • Unsere auf das Arbeitsrecht spezialisierten Anwälte kämpfen für Ihre Interessen. Wenden Sie sich gerne unsere an Rhein und Ruhr regional führende Arbeitsrechtskanzlei Balduin & Partner
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Mülheim und Herten vor dem Aus - Und nun?

Im Juni dieses Jahres entschied Aldi Süd, dass die unternehmenseigene Mülheimer Kaffeerösterei Ende 2023 geschlossen wird. Diese Neuigkeit bedeutet Unsicherheit für zahlreiche Beschäftigte der Einzelhandelskette, die um den Verlust ihrer Arbeitsplätze im Unternehmen fürchten.

Kurze Zeit später meldete sich auch Aldi Nord mit der Nachricht, dass die Kaffeerösterei in Herten geschlossen wird. Und zwar bereits bis Ende März 2023. Daher sind leider auch Mitarbeiter von Aldi Nord damit konfrontiert, dass ihre Arbeitsplätze bedroht sind.

Begründet werden diese Schritte schlicht mit angeblicher mangelnder Wettbewerbsfähigkeit der beiden Standorte.

Während Aldi Süd seine Produktion in Zukunft nur noch am Standort Ketsch in Baden-Württemberg fortführen möchte, plant Aldi Nord, lediglich seine Produktion in Weyhe bei Bremen aufrechtzuerhalten.

Zwar erklärte Aldi Süd, dass man gute und faire Lösungen für die von der Schließung betroffenen Mitarbeiter finden wolle, indem man ihnen einen Wechsel in die Rösterei in Baden-Württemberg vorschlagen werde.

Allerdings wäre ein derartiges Angebot für die meisten der betroffenen Mitarbeiter keine Lösung ihres Problems, zumal sie hunderte Kilometer weit weg ziehen müssten.

Zu Recht ist daher die Verärgerung unter den Aldi Beschäftigten an den traditionsreichen Standorten groß.

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Gibt es eine Abfindung von Aldi?

Ob es eine Abfindung für die betroffenen Aldi Beschäftigten geben wird, ist der Öffentlichkeit jedenfalls derzeit noch nicht bekannt.

Allerdings ist es naheliegend, davon auszugehen, dass Aldi seinen Beschäftigten jeweils persönlich anbieten wird, unter Zahlung einer Abfindung ihren Arbeitsvertrag einvernehmlich aufzuheben.

Doch sollten Beschäftigte bei Aldi nicht vorschnell auf etwaige Vorschläge eingehen, zumal derartige Abfindungsangebote vonseiten der Arbeitgeber häufig zu niedrig angesetzt sind.

Wenden Sie sich daher gerne an unsere Rechtsanwälte, die im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung prüfen, ob die Ihnen vorgeschlagene Abfindung fair ist.

Rechte der Aldi Beschäftigten bei Betriebsschließung

Aufgrund einer Betriebsschließung ist eine so genannte betriebsbedingte Kündigung seitens der Arbeitgebers möglich, falls die Stilllegung nicht lediglich vorübergehend ist. Dies ist auch bei den Schließungen der Kaffeeröstereien von Aldi Nord und Süd der Fall.

Sofern ein Betriebsrat besteht, muss der Arbeitgeber jedoch mit diesem zuvor über einen Interessensausgleich verhandeln. Eine Verpflichtung zu einer Einigung gibt es nicht. Aufgrund einer Betriebsschließung wird allerdings regelmäßig eine Abfindung gezahlt.

Unabhängig von diesen Verhandlungen kann der Arbeitgeber seinen Beschäftigten individuelle Aufhebungsverträge mitsamt der Zahlung einer Abfindung anbieten.

Allerdings sind diese oftmals zu niedrig angesetzt.

Außerdem ist zu prüfen, ob andere Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten bestehen.

Betriebsbedingte Kündigungen andererseits gestalten sich komplizierter und sind häufig rechtswidrig, da Arbeitgeber ihren Angestellten bereits vor der Betriebsschließung kündigen. Denn eine derartige Kündigung darf erst zum Datum der Betriebsschließung erfolgen.

In diesem Zusammenhang muss der Arbeitgeber, vorliegend Aldi Nord sowie Aldi Süd, insbesondere die Dauer der Betriebszugehörigkeit des jeweiligen Arbeitnehmers berücksichtigen.

Dabei gilt: Je länger die Betriebszugehörigkeit, desto länger sind die Kündigungsfristen, die der Arbeitnehmer bei einer Kündigung aufgrund einer Betriebsschließung einhalten muss.

So muss ab 2 Jahren Betriebszugehörigkeit eine Frist von 4 Wochen, ab 10 Jahren von 4 Monaten und ab 20 Jahren von 7 Monaten eingehalten werden. Dazwischen befinden sich weitere Stufen.

Stets muss der Arbeitgeber den Sonderkündigungsschutz etwa von schwangeren Arbeitnehmerinnen und schwerbehinderten Beschäftigten beachten.

Haben Sie eine betriebsbedingte Kündigung erhalten? Unsere auf das Arbeitsrecht spezialisierten Anwälte kämpfen für Ihre Interessen.

Was tun nach Erhalt eines Aufhebungsvertrags oder einer Kündigung?

Sofern Sie einen Aufhebungsvertrag vorgelegt bekommen oder eine betriebsbedingte Kündigung in den Händen halten, sollten Sie sich keinesfalls direkt damit abfinden.

In diesem Fall ist Arbeitnehmern im Allgemeinen sowie Beschäftigten von Aldi Nord und Süd im Besonderen dazu zu raten, sich anwaltlich beraten zu lassen.

Denn regelmäßig sind Abfindungsangebote der Arbeitgeber zu niedrig angesetzt. Außerdem sind betriebsbedingte Kündigungen oftmals fehlerhaft und damit rechtswidrig.

Wenden Sie sich am besten an unsere regional führende Arbeitsrechtskanzlei.

Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Mülheim hilft

Sind Sie Beschäftigter bei Aldi Nord oder Aldi Süd und von den Schließungen der Kaffeeröstereien in Mülheim an der Ruhr und Herten betroffen?

Halten Sie einen Aufhebungsvertrag in den Händen oder wurde Ihnen betriebsbedingt gekündigt? Oder sind Sie nicht einverstanden damit, dass Ihnen ein Wechsel an einen anderen Standort vorgeschlagen wird?

Dann lassen Sie Ihre individuellen rechtlichen Optionen von unseren Fachanwälten für Arbeitsrecht prüfen, um ein Ihren Interessen entsprechendes Ergebnis zu erzielen.

Betroffene Arbeitnehmer von Aldi Nord und Aldi Süd vertreten wir außergerichtlich wie gerichtlich und setzen ihre Interessen durch.

Dies gilt natürlich auch, wenn Sie nicht bei Aldi beschäftigt sind und Ihnen eine Abfindung angeboten wurde oder Sie von einer Kündigung betroffen sind.

Vertrauen Sie auf unsere Expertise im Arbeitsrecht und die ausgewiesene Zufriedenheit unserer Mandanten.

Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung Ihres Falls – gerne per Mail.

Patrick Balduin

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